Kathedrale von Santiago de Compostela, Galicien, Spanien
Die Kathedrale wurde 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 2004 wurde die Fassade mit dem asturischen Prinzenpreis für Frieden ausgezeichnet.
Die Hauptfassade nennt sich Obradoiro, was übersetzt Goldschmiedearbeit heißt, weil sie so kunstvoll und detailliert von den Steinmetzen Anfang des 18. Jahrhunderts erarbeitet wurde. Die Gesamtfläche der Kathedrale von Compostela umfasst heute 23000 Quadratmeter. Der erste Kirchenbau fand während der Herrschaft von Alfonso II. 791-842 statt, die damalige Kirche wurde weitestgehend durch die Kämpfe mit den Mauren und durch Bauernaufstände zerstört. Mit dem Bau der heutigen Kathedrale wurde 1077 begonnen (Alfonso VII.). Das Grab des Apostels Jakobus befindet sich unter dem Altar im Ostteil der Kirche. Das famose Portiko (1188) von Meister Mateo im Eingang des Westportals der Kathedrale von Santiago gilt als ein architektonisches Meisterwerk. Das Südportal ist das einzige romanische Portal original aus dem 11. Jahrhundet.
Von dem Weihrauchkelch, dem Botafumeiro wurde das erste Mal im 14. Jhr gesprochen. Zum Lobe Gottes und auch ursprünglich um den Geruch der Pilger zu überdecken hängt er heute an einem 30m langem Seil und wird gelegentlich von acht Männern in Schwung gesetzt und durch das Kreuzschiff geschwenkt bis er fast die Decke berührt. Man weiß nie genau, wann er geschwenkt wird. Man muss Glück haben, um das zu erleben. Der alte Weihrauchkelch ist 1,60m hoch und wiegt 80 kg, er wird jedoch heute nicht mehr bewegt.
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