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Durch die Entdeckung des Apostelgrabes 813 wurde die dadurch gegründete Stadt Santiago de Compostela zu einem der heute wichtigsten Pilgerstädte der Welt. Für eine Reise nach Santiago auf dem Jakobsweg (camino francés) lassen sich heute sicher die unterschiedlichsten Motive finden. Der Glaube an die Heilsgewinnung am Zielort und die Wunder auf dem Wege dort hin, ist gegenwärtig nicht mehr die einzige Intention der Reisenden. Ist es die Selbstfindung, ein Glaube, das Kunstinteresse oder der Reiz bis zum Ende der Welt zu fuß zu gelangen, die Menschen verbindet die Erfahrung den Pilgerweg - einen derartigen langen Fußmarsch zurückgelegt zu haben. Eine uralte Tradition, sind doch schon jahrhunderte zu vor, unsere Vorfahren auf diesem Wege gewandert und uns mit ihrem Wissen, Glauben, Ideen und Vorstellungen vorausgeeilt.
Camino francés, Aragonische Weg und Navarrische Weg
Während von Deutschland, Schweiz, Italien und den Niederlanden mehrere Wege an die spanische Grenze führen, gibt es innerhalb Spaniens nur einen wichtigen Hauptweg nach Santiago de Compostela: den CAMINO FRANCÉS, der durch Navarra, Rioja, Kastilien, León und Galicien nach Santiago führt.
Nur auf dem ersten Stück ist der Camino francés unterteilt in den Aragonischen und den Navarrischen Weg. Diese treffen in Navarra zusammen, von wo ab sich der Weg CAMINO FRANCÉS nennt.
Außerdem gibt es noch den ältesten aber nicht so frequentierten Asturischen Weg, den CAMINO DEL NORTE, der direkt an der Atlantikküste durch das Baskenland, Kantabrien, Asturien, und Galicien nach Santiago führt.
Buchempfehlung:
Dietrich Höllhuber/Werner Schäfke: Der Spanische Jakobsweg (Landschaft, Geschichte und Kunst auf dem Weg nach Santiago de Compostela) - Köln DuMont 1999
Übernachtung:
Es besteht die Möglichkeit auf dem Jakobsweg in Hotels, Turismo rural/Landhäuser, Paradores oder in Pilgerherbergen zu übernachten. Es gibt Hotels oder Pensionen mit den verschiedensten Standarts und den unterschiedlichsten Preisen. Turismo rural sind meist uralte sanierte Landhäuser in schöner ländlicher Lage, in denen Zimmer oder auch Apartments gemietet werden können. Parador de turismo/Paradores nacionales ist eine teils staatliche Hotelkette mit gehobenem Standart. In den Pilgerherbergen kann man sehr billig übernachten, weil sie kirchlich, privat oder staatlich unterstützt werden, dazu Buchempfehlung: Michael Kasper: Spanien: Jakobsweg, Kronhagen 1998. |